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WINETWORK: Ein europäisches Netzwerk zur Bekämpfung von Rebholzkrankheiten

In dem internationalen Projekt WINETWORK ist der deutsche Weinbau durch die Region Pfalz und Rheinhessen über das DLR Rheinpfalz vertreten, welches die projektbezogenen Aktivitäten in Deutschland koordiniert. 




WINETWORK wird von der EU im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 mit insgesamt zwei Millionen Euro gefördert. Ziel ist der Aufbau eines internationalen Netzwerkes, um den Austausch von neuartigem Wissen bezüglich der Bekämpfung von Krankheiten wie Esca und Eutypa sowie der Goldgelben Vergilbung (Flavescence dorée) innerhalb von Europa zu fördern. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Praxis, Beratung und Wissenschaft werden in den beteiligten Ländern wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zu den genannten Krankheiten gesammelt und ausgetauscht. Dadurch sollen potentielle Bekämpfungsstrategien ermittelt und weiterentwickelt werden. Hier spielen insbesondere die Erfahrungen der Winzer eine wichtige Rolle. In Deutschland liegt der Focus auf dem Krankheitskomplex Esca.



An dem Projekt nehmen neben Deutschland sechs weitere Länder teil (Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Ungarn, Kroatien), die etwa 90 % des Weinbaus in der EU abdecken. In jedem Land gibt es pro Anbauregion (Elsass, Südwesten, Rioja, Galizien, Douro, Piemont, Friaul-Julisch Venetien, Rheinland-Pfalz, Istrien, Eger) einen Projektkoordinator, den sogenannten Facilitator Agent. Seine Aufgabe ist es den Informationsaustausch zwischen den Projektbeteiligten zu gewährleisten und zu koordinieren. Vor Ort wird der Projektkoordinator Interviews mit Winzern durchführen und dabei allgemeine Fragen zum Anbau sowie spezifische Fragen zu den entsprechenden Krankheiten stellen. Weiterhin gibt es für jede Anbauregion eine “Technische Arbeitsgruppe“, die sich aus Vertretern von Weinbauverbänden, Beratern, Praktikern und Wissenschaftlern zusammensetzt. Ihre Hauptfunktion ist es, einen Gesamtüberblick über die aktuelle Befallssituation und über Bekämpfungsstrategien bzw. Praxisversuche in den jeweiligen Anbauregionen zu geben. In einer gesamteuropäischen “Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe“ werden aktuelle Forschungsergebnisse gesammelt hinsichtlich der Praxistauglichkeit beurteilt bzw. bewertet. 

Das Projekt umfasst einen Zeitraum von 2,5 Jahren und hat im April 2015 mit den ersten Arbeiten begonnen. Auf einer gemeinsamen Homepage (www.winetwork.eu) können die entsprechenden Aktivitäten eingesehen werden. Zudem werden die wichtigsten Erkenntnisse in Form von Fachbeiträgen, Videos und weiterem Infomaterial zusammengefasst und in mehreren Sprachen allen interessierten Winzern und Beratern zur Verfügung gestellt.

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Kontakt:
Constanze Mesca (Projektkoordinatorin für Deutschland)
DLR Rheinpfalz
Institut für Phytomedizin
Breitenweg 71
67435 Neustadt an der Weinstraße
Telefon: 06321-671-478
E-Mail: constanze.mesca@dlr.rlp.de




Veröffentlicht am 27/11/2015
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