Einige Hefearten sind in der Lage, ein toxisches Protein zu produzieren, das die empfindlichen Hefestämme tötet. In der Lebensmittelindustrie wurde die Verwendung von Killerhefen vorgeschlagen, um die kontaminierende Mikroflora zu bekämpfen. In der Önologie werden die Killerhefen, die zur Art Saccharomyces cerevisiae gehören, aktuell als „Starter“ angewendet. Jedoch besteht ihre größte Einschränkung in der Tatsache, dass das Killertoxin von S. cerevisiae keinerlei Effekt auf wilde Hefen hat. In dieser Studie hat man sogar bzgl. der möglichen Anwendung des Killertoxins, produziert von Kluyveromyces phaffii, zur Kontrolle der Apiculatus-Hefen, geforscht. Es hat sich gezeigt, dass das von dem Stamm DBVPG 6076 von K. phaffii produzierte Toxin ein weites Wirkungsspektrum gegen 298 Stämme von Hanseniaspora uvarum, von den Trauben isoliert, hat. Genauer gesagt haben ca. 95% der untersuchten Stämme sensibel auf dieses Toxin reagiert. Das Toxin hat sich als aktiv in einem pH-Intervall zwischen 3 und 5 und bei Temperaturen unter 40°C ergeben. Diese Eigenschaften könnten die Verwendung des von K. phaffii produzierten Toxins zur Weinbereitung erlauben. Die Wirkung des Toxins kann fungistatisch oder fungizid sein, in Abhängigkeit von seiner Konzentration. Bei optimalen Bedingungen für seine Produktion, hat die vorhandene Konzentration (14.3 Einheiten) einen fugiziden Effekt bzgl. eines empfindlichen Stamms von H. uvarum gezeigt. Das zum Most hinzugefügte Toxin zeigte einen hemmenden Effekt, vergleichbar dem des Schwefeldioxids. Auf der Basis des Beobachteten könnte das von dem Stamm DBVPG 6076 von K. Phaffii produzierte Toxin potentiell Anwendung als Bio-Konservierungsmittel in der Önologie haben. (Die Lektüre des vollständigen Textes wird empfohlen. Originaltitel: KILLER TOXIN OF KLUYVEROMYCES PHAFFII DBVPG 6076 AS A BIOPRESERVATIVE AGENT TO CONTROL APICULATE WINE YEASTS (LC@2002.02)