Es wurden die monomeren und polymeren Pigmente von 20 jungen Rotweinen analysiert. Dazu wurden die gängigsten Messeverfahren für phenolische Komponenten angewendet: (i) HPLC mit Silikat-basierender Phase, (ii) HPLC mit polymerisch basierter Phase, (iii) die Methode für spektrophotometrische Adams Tannine und polymere Pigment, (iv) die Methode zu Boultons Kopigmentation, und (v) die Methode zu Somers ungebleichter polymerer Farbe. Vor allem eine Modifikation der existierenden HPLC Methode, z.B. die Addition von SO2 in die mobile Phase, machte es möglich, die ungebleichten polymeren Pigmente zum ersten mal mit der HPLC zu analysieren. Die Weine zeigten eine Variation in der Farbintensität bei 520 nm, die 10-fach schwankte. Darunter waren die folgenden Weine: Pinot Noir, Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Sangiovese, Cagnulari und Cannonau. Die gesamte Farbe der Weine war ein Aggregat der folgenden 3 Komponenten: Kopigmentation (8–30%), gesamte freie Anthocyanine (24–35%) und polymere Pigmente (35–63%). Der Kreuz-Vergleich zwischen den Methoden wurde durchgeführt und diskutiert. Besonders die polymeren Pigmente, bestimmt durch die HPLC mit polymerisch-basierten Revers-phasen Säulen waren in guter Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Revers-phasen C18 Säule (R2 = 0.9703) und der Summe von kleinen und großen polymeren Pigmenten, bestimmt durch die Adams Methode (R2 = 0.9511). Das Level der Kopigmentation kann fast vollständig beschrieben werden durch das Level der monomeren Pigmente (R2 = 0.9464) und nicht durch den Tanningehalt, wie schon oft beschrieben. (Kopigmentation vs Tannin: R2 = 0.4827). (Wir empfehlen den ganzen Text zu studieren. Original Titel: A comparison of analytical methods for measuring the color components of red wines).