Im Most und im Wein können sich Gerüche nach Pilz, Erde und Humus finden, in Folge eines Schimmels auf den Trauben während der Weinernte. Ein jüngst studierter Fall ist der des Geosmins (trans-1,10-dimetil-trans-9-decalolo, zur Familie der Terpene gehörend), eine Verbindung, die in von Botrytis befallenen Trauben vorhanden ist sowie in daraus hervorgegangenen Mosten und Weinen, mit einer Wahrnehmungsschwelle von wenigen Zehnteln ng/l sowie zeitlich relativ stabil. Es kann mit einigen nicht autorisierten Behandlungen (Vollmilch: -60%, Traubenkernöl: -80%) oder mit Wärme (Thermoweinbereitung, Pasteurisierung) entfernt werden. Die beste Strategie bleibt die präventive im Weinberg; man beachte dabei die für die Produktion von Geosmin notwendige, zeitgleiche Entwicklung von Botrytis cinerea und Penicilinum expansum. (Die Lektüre des vollständigen Artikels wird empfohlen. Originaltitel: Déviations organoleptiques des mouts et des vins associées aux pourritures des raisins. Etude particulière de la geosmine.) GT2005_02